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Auf blauem Grund erscheinen vier rote Buchstaben, die als Viereck gesetzt das Wort HELD* bilden.
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Prinzip Held*

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Von Heroisierungen und Heroismen

Wie entstehen Helden?

Helden machen sich nicht selbst – sie entstehen durch gesellschaftliche Zuschreibungen. Das ist der Kern des „Prinzips Held“. Es geht nicht um eine weitere Heldenausstellung, sondern um die Gründe, warum Menschen von Menschen zu Heldinnen oder Helden gemacht werden. Die Besucherinnen und Besucher erleben nicht die üblichen Heldengeschichten, sondern erfahren wie Heroisierung funktioniert.

44 interaktive Inszenierungen

In 44 spannenden Fallbeispielen veranschaulicht die Ausstellung mittels interaktiver Inszenierungen verschiedene Heroisierungsprozesse. Was machte zum Beispiel den chinesischen Corona-Arzt Li Wenliang zum Helden? Warum wurde Claus Schenk Graf von Stauffenberg zur Symbolfigur des Widerstands? Von Europa über Nordamerika bis nach Asien, von der Vergangenheit bis heute zeigt die Ausstellung: Heldinnen und Helden werden nicht geboren, sie werden von uns gemacht.

Heldenbilder und gesellschaftliche Bedürfnisse

Ob Bundeswehrsoldaten im Einsatz, Sportikonen, Eltern, selbst Deserteure und Klimaaktivisten – sie alle können als heroische Vorbilder für bestimmte Menschen in bestimmten Räumen zu bestimmten Zeiten dienen.

Heldinnen und Helden sprengen Grenzen, versetzen Maßstäbe, kämpfen, vereinen nach innen und grenzen nach außen ab. In heroischen Figuren verkörpern sich gesellschaftliche Bedürfnisse, denen Heldinnen und Helden Ausdruck verleihen. Neun Bausteine der Heroisierung sind immer an diesem Prozess beteiligt: Medialisierung, Vorbildfunktion, Polarisierung, Grenzüberschreitung, Handlungsmacht, Kampf, Einsatz, Maskulinität und vor allem: das Publikum.

Das Publikum als Schlüsselfaktor

Wie mächtig die Rolle des Publikums ist, erleben die Besucherinnen und Besucher an der „Held*Maschine“. Nur wenn sie gemeinsam 20 Hebel bewegen, entsteht ein überlebensgroßes Kunstobjekt. Ohne ihr Handeln geschieht nichts – genau wie bei der Entstehung von Helden.

Eine außergewöhnliche Kooperation

Diese einzigartige Ausstellung entstand durch die Zusammenarbeit der Universität Freiburg (SFB 948), des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) und dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr Flugplatz Berlin-Gatow. Gestaltet und inszeniert wurde sie von dem Berliner Theater-Label „Rimini Protokoll“ und dem Szenografen Dominik Steinmann.


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