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Blick durch die Fenster der Towerkanzel auf das Gelände mit Hangar 4 und Radartürmen.
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Flugplatz- und Museums­geschichte

Deutschlands einziges Luftfahrtmuseum auf einem erhaltenen Flugplatzgelände

Ein authentischer Schauplatz der Luftfahrt­geschichte

Das Militärhistorische Museum Berlin-Gatow macht Geschichte am Originalschauplatz sichtbar.

Hier betreten Sie Deutschlands einziges Luftfahrtmuseum auf einem erhaltenen Flugplatzgelände – einem authentischen Erinnerungsort und Flächendenkmal. Gatow erzählt viele Geschichten: Von der geheimen NS-Aufrüstung über das Kriegsende und den Kalten Krieg bis zur Wiedervereinigung.

Von der geheimen Aufrüstung bis zum Kriegsende

Bevor die militärische Geschichte des Flugplatzes begann, wurde ein nahegelegenes Gelände von zivilen Segelfliegern genutzt. Mit der Aufrüstung der Wehrmacht gerieten die Felder zwischen Ritterfelddamm und Helleberge ins Blickfeld des Militärs.

In den Jahren 1934 und 1935 entstand hier ein riesiger Ausbildungskomplex für die nationalsozialistische Luftwaffe. An diesem Ort fand fliegerische und technische Schulung statt, erhielten Luftwaffen-Offiziere ihre Generalstabsausbildung und wurde die technische Luftkriegsforschung vorangetrieben. Ende April 1945 eroberte die Rote Armee das Gelände. Diese übergaben die gesamte Anlage Anfang Juli 1945 – im Zuge der Aufteilung Berlins in Sektoren – an die britischen Alliierten.

Schauplatz des Kalten Krieges

Bis 1994 prägte die Royal Air Force diesen Ort. In den Jahren der deutschen Teilung wurde der dicht an der DDR-Grenze gelegene Flugplatz zum wichtigen Schauplatz des Kalten Krieges – hier belauerten und belauschten sich Ost und West per Fernglas, Funkabhörung und Aufklärungsflügen. Eine besonders bewegende Rolle spielte Gatow 1948 und 1949, als der Flugplatz während der Berlin-Blockade und Luftbrücke zu einer wichtigen Lebensader für die Versorgung der West-Berliner Bevölkerung wurde.

Vom Militär­flugplatz zum Museum

Mit der Wiedervereinigung 1990 und dem Abzug der alliierten Truppen 1994 endete die Zeit der Briten in Gatow und die Bundeswehr übernahm das Gelände. 1995 eröffnete hier das „Luftwaffenmuseum", dessen Ursprung in einer über Jahrzehnte zusammengetragenen Sammlung am Standort Uetersen, Hamburg-Appen lag, die 1987 von der Bundeswehr übernommen worden war. Seit 2011 gehört das Museum mit neuem Namen zum Militärhistorischen Museum der Bundeswehr.

Heute erwarten Sie auf dem 100 Hektar großen Gelände neben den noch immer 830 Meter langen Start- und Landebahnen neun Hangars, Tower und Flugplatzfeuerwehr – stumme Zeugen einer bewegten Geschichte, die hier wieder lebendig wird.

Flugplatz und Natur

Das Museum liegt nicht nur in einer attraktiven Natur- und Kulturlandschaft. Auf dem weiträumigen Gelände leben auch zahlreiche schützenswerte Tiere und Pflanzen, von Feldlerchen über Turmfalken bis zu einheimischen Orchideenarten. Gemeinsam mit dem Bundeswehrdienstleistungszentrum bemühen wir uns um Schutz und Pflege dieser Artenvielfalt – bei der Wiesenmahd, dem Anlegen von Bienenweiden, Insektenhotels und Nisthilfen.

Natur- und Artenschutz sind auch im Rahmen der anstehenden Sanierung und Modernisierung wichtig, in deren Zuge das Außengelände neugestaltet wird.


Klingt spannend?

Hat die Geschichte unseres Museums Ihr Interesse geweckt? Dann kommen Sie doch mal bei uns vorbei!

Dauerausstellungen

Detailaufnahme mit Pilotensitz und Strebwerk einer französischen Farman III. Im Hintergrund die CASA C-2.111B.
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Zwischenlandung

100 Jahre Militärluftfahrt in 8 Epochen: Von ersten Flugpionieren bis heute. Mit Zeitzeugen, Aktivstationen und begehbarem Bunker.

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Eine Besucherin läuft durch die Ausstellung zur Flugplatzgeschichte mit dem Titel „You can’t miss Gatow“.
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You can’t miss Gatow

Entdecken Sie den historischen Flugplatz Berlin-Gatow als authentischen Erinnerungsort: Von NS-Aufrüstung über Luftbrücke bis Kalter Krieg.

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Das Jagdflugzeug F-104 Starfighter auf Stützen in Startposition vor dunklem Wolkenhimmel.
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Außengelände

Im Außengelände erwartet Sie eine einzigartige Sammlung von Flugzeugen und Waffensystemen des Kalten Krieges aus Ost und West.

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